Senioren beim Einkaufen, beim Arzt, im Café.
Häufig sind ihre Aktionen erschwert, das Umfeld macht sich wenige Gedanken über „Hindernisse“ im Alter. Herumstehende Fahrräder? Türschwellen zu hoch? Durchgänge zu schmal? Und erst die
Toiletten, nicht eingerichtet für die Mitnahme von Rollator oder Unterstützung. Wenn es überhaupt Toiletten gibt.
Dabei wird die Gruppe der Älteren immer größer.
Das waren vor Jahren die Beweggründe im Dötlinger Verein für Nachbarschaftshilfe wi helpt di, in der Gemeinde genauer hinzusehen und den Dienstleistern auch in diesem Sommer erneut aktualisierte
Tipps zu geben. Wenn umgebaut wurde, wird genau nachgesehen, was sich verändert hat, ob unwillentlich neue Stolperfallen und Hindernisse entstanden sind, welche Fortschritte erreicht wurden.
Das Wi helpt di -Gütesiegel ist kein offizielles, zertifiziertes Siegel. Das möchte der Verein sich auch nicht anmaßen. Aber die rund vierzig Dienstleister, Gastronomen und Läden in der Gemeinde bekommen wertvolle Anregungen. Rund vierzig Betriebe werden erneut besucht. Gemeinsam mit erfahrenen Gesprächspartnern des Vereins werden dann - jeweils auf den Betriebstyp zugeschnittene - Fragebögen durchgearbeitet und sinnvolle Lösungen überlegt. Inzwischen gehen die Betriebe entspannt an die Abläufe, sie haben verstanden, dass Seniorinnen und Senioren künftig eine immer wichtiger werdende Zielgruppe in der Gemeinde sind, um deren Anliegen sich wi helpt di in vielen Lebensbereichen kümmert. Immer mit dem Ziel, möglichst lange eigenständig im gewohnten Zuhause leben zu können und dafür von vielen Ehrenamtlichen aus der Gemeinde kreative Unterstützung zu bekommen.
Wi helpt di hat sich mit den Jahren zu einer vielseitigen Einrichtung entwickelt, Ideen findet man auf der Homepage des Vereins. Allerdings sind die Hilfestellungen auf die Gemeinde Dötlingen ausgerichtet. Aber immer mehr Ehrenamtliche kommen auch aus Nachbargemeinden, sie haben Freude daran, wie Nachbarschaft funktionieren kann.
1. Wie kam es zur Idee, ein Gütesiegel einzuführen?
Mit diesen Grundfragestellungen: „Wie sollen wir unsere Gemeinde zukunftssicher für die unterschiedlichen Generationen und deren Bedürfnisse machen?" Wie wollen wir in unserer Gemeinde
zukünftig wohnen und leben?“ hat sich ursprünglich ein Arbeitskreis in Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde und einem Institut für parzipatives Gestalten intensiv beschäftigt und
daraus haben sich die wi helpt di Genossenschaft und der wi helpt di Verein entwickelt. Die Projektgruppe – Gütesiegel wurde dann 2015 in den eingetragenen Verein wi helpt di
eingegliedert.
Im Rahmen des Projektes wi helpt di gab es von vielen Dienstleistern die Idee, ein Gütesiegel zu entwickeln. Gerade für Bürgerinnen und Bürger mit Assistenzbedarf in der Gemeinde fördert es sicheres, unterstütztes Einkaufen bzw. individuell bedarfsgerechte Service- und Dienstleistungen. Dafür wurden ganz spezifische Fragebögen für die Bereiche: Einkaufen, Dienstleistung, Gesundheit, Cafe/Restaurant und Hotel entwickelt. Es wurden für die Erstellung der umfangreichen Bögen Erfahrungen aus dem Bereich der LINGA-Zertifizierung(*), des Seniorensiegels Deutschland (*) und die Kompetenzen von Fachkräften, mit einbezogen.
2. Welche Gründe sprechen für die Einführung eines Gütesiegels?
Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Gruppe der älteren Kundinnen und Kunden und/oder Patient/-innen rasch an Bedeutung gewinnen.
Ansprüche und Erwartungen - besonders an Service und Qualität - werden sich auch in Zusammenhang mit den Wünschen und Bedürfnissen der älteren Menschen zeigen. Eine Gemeinde die vor dem Hintergrund der sich massiv wandelnden Kundenstruktur innovativ zeigt, ist gut beraten. Die Leistungsfähigkeit und Qualität des Handels tragen wesentlich zur Lebensqualität der Menschen bei und wirken damit auch der Landflucht entgegen.
Mit dem Projekt Gütesiegel, innerhalb des großen Projektes wi helpt di, soll Menschen mit Assistenzbedarf geholfen werden und zusätzlich sollen die Bevölkerung und sollen die Betriebe sensibilisiert werden.
3. Was wird konkret mit einem Gütesiegel von wi helpt di e.V. ausgedrückt?
Der ausgezeichnete Betrieb/die Einrichtung hat sich auf Menschen mit Assistenzbedarf in den Arbeitsschwerpunkten:
besonders eingestellt und erleichtert damit der Zielgruppe/ihren Kunden bzw. den Patienten ihren Alltag.
Der ausgezeichnete Betrieb/die Einrichtung zeichnet sich durch:
Der ausgezeichnete Betrieb/die Einrichtung unterstützt damit:
4. Wie ist der organisatorische Ablauf um eine Auszeichnung zu erhalten?
i.A. der Projektgruppe Gütesiegel: Hella Einemann-Gräbert Dötlingen, den 27.01.2022
wi helpt di e.V. | Geschäftsstelle | Beim Schützenhof 6 | 27801 Dötlingen
Telefon 04432 / 950 141 | Email: [email protected]